Photovoltaik (PV)
Photovoltaikmodule wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Der erzeugte Solarstrom kann im Gebäude genutzt, gespeichert, für Wärmepumpe oder Wallbox eingesetzt und als Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist werden.
↑Kilowattpeak (kWp)
kWp bezeichnet die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter standardisierten Prüfbedingungen. Der tatsächliche Ertrag hängt unter anderem von Ausrichtung, Neigung, Verschattung, Temperatur, Standort und Anlagenverlusten ab.
↑Kilowattstunde (kWh)
Die Kilowattstunde ist eine Energiemenge. Eine Leistung von einem Kilowatt, die eine Stunde lang aufgenommen oder erzeugt wird, entspricht einer Kilowattstunde – bei PV also dem Ertrag, bei Wärmepumpen dem Verbrauch oder der Wärmemenge.
↑Modulwirkungsgrad
Der Modulwirkungsgrad beschreibt, welcher Anteil der eingestrahlten Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt wird. Ein höherer Wirkungsgrad ist besonders bei begrenzter Dachfläche relevant, sagt allein aber wenig über den Gesamtertrag aus.
↑Wechselrichter
Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der PV-Module in netzkonformen Wechselstrom um. Er überwacht die Anlage, optimiert den Arbeitspunkt und kann je nach System Speicher, Notstrom oder Energiemanagement einbinden.
↑String
Ein String ist eine Reihenschaltung mehrerer PV-Module. Module eines Strings sollten elektrisch und hinsichtlich ihrer Einstrahlung sinnvoll zusammenpassen, weil starke Abweichungen den Ertrag des gesamten Strangs beeinflussen können.
↑MPP-Tracker
Ein Maximum-Power-Point-Tracker regelt den Wechselrichter so, dass ein angeschlossener Modulstrang möglichst im Punkt maximaler Leistung arbeitet. Mehrere Tracker helfen bei unterschiedlich ausgerichteten oder unterschiedlich verschatteten Dachflächen.
↑Stromspeicher
Ein Batteriespeicher verschiebt Solarstrom vom Zeitpunkt der Erzeugung in spätere Verbrauchszeiten. Wirtschaftlichkeit und Nutzen hängen von nutzbarer Kapazität, Leistung, Wirkungsgrad, Lastprofil, Lebensdauer und dem Energiemanagement ab.
↑Eigenverbrauchsquote
Die Eigenverbrauchsquote zeigt, welcher Anteil des selbst erzeugten Solarstroms direkt oder über einen Speicher im Gebäude genutzt wird. Wärmepumpe, Speicher und steuerbare Verbraucher können diese Quote erhöhen.
↑Autarkiegrad
Der Autarkiegrad beschreibt, welcher Anteil des gesamten Strombedarfs durch die eigene PV-Anlage und gegebenenfalls den Speicher gedeckt wird. Vollständige Autarkie ist im Winter meist weder realistisch noch wirtschaftlich das sinnvollste Ziel.
↑Überschusseinspeisung
Bei der Überschusseinspeisung wird Solarstrom zuerst im eigenen Gebäude genutzt. Nur die gerade nicht benötigte Energie fließt in das öffentliche Netz und wird nach den geltenden Bedingungen vergütet.
↑Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung ist die gesetzlich geregelte Zahlung für eingespeisten Solarstrom. Höhe und Laufzeit hängen unter anderem vom Inbetriebnahmedatum, der Anlagengröße und der gewählten Einspeiseart ab.
↑Smart Meter
Ein intelligentes Messsystem erfasst Strombezug und Einspeisung digital und kann Messwerte sicher übertragen. Es ist eine technische Grundlage für dynamische Tarife, netzdienliche Steuerung und eine genauere Verbrauchsauswertung.
↑Energiemanagementsystem (EMS)
Ein EMS koordiniert PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und weitere Verbraucher. Ziel ist, günstigen oder selbst erzeugten Strom möglichst sinnvoll zu nutzen, ohne Komfort und technische Grenzen zu vernachlässigen.
↑Verschattung
Bäume, Gauben, Schornsteine oder Nachbargebäude können Teile einer PV-Anlage zeitweise verschatten. Eine Ertragssimulation, passende Stringplanung und bei Bedarf Leistungsoptimierer helfen, die Auswirkungen richtig einzuordnen.
↑Sektorenkopplung
Sektorenkopplung verbindet Strom, Wärme und Mobilität. Im Einfamilienhaus bedeutet das häufig: Die PV-Anlage versorgt Haushalt, Wärmepumpe und Elektroauto über ein gemeinsames Energiemanagement.
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